Firmennamen finden und auswählen


Yay! Ich habe endlich einen Namen für meine Firma gefunden. Bereits als ich Mitte 2018 das erste Mal ganz locker darüber nachgedacht habe, dass ich ein Unternehmen für nachhaltige Produkte aufbauen könnte, habe ich über Namen nachgedacht. Und bisher wollte mir einfach nichts einfallen. Ich wusste, dass ich einen Firmennamen finden wollte, der meine Werte verkörpert und der gleichzeitig jedoch nicht zu beschreibend war. Ich wollte, dass er das Thema Nachhaltigkeit mit vermittelt – jedoch nicht zu aufdringlich. Der Name sollte elegant und minimalistisch sein. So habe ich lange in meinem Kopf mit verschiedenen Namen jongliert und war nie zufrieden.

Den letzten Anstoß für einen Namen hat gegeben, dass ich kurz vor Ostern meine erste kleine Krise als Gründer hatte. Dabei habe ich mich gefragt, warum ich das alles eigentlich mache. Natürlich möchte ich gerne Nachhaltigkeit fördern. Doch warum? Während ich gerade meine Kleine in den Schlaf begleitete und mir gerade vorgestellt habe, wie wir im Sommer mit dem Fahrrad in den Wald fahren und wir gemeinsam dort die Tiere und Pflanzen entdecken, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ein ganz großes und wichtiges Thema ist für mich der Wald. Spaziere ich durch einen Wald, fühle ich mich großartig und frei. Ich möchte alles in mich aufsaugen und lernen. Bereits als kleines Kind sind meine Eltern mit mir durch die Wälder gestreift. Als ich in Peru studiert habe, habe ich natürlich auch die Gelegenheit genutzt und habe den wundervollen Regenwald – die selva – besucht. So habe ich meinen Firmennamen gefunden: eselva.

Tatsächlich dachte ich am Anfang an 4selva. Doch ein Check mit Freunden hat mir die 4 gleich wieder ausgetrieben, denn nicht jeder weiß gleich, wie er das aussprechen soll. Es gibt noch einige weitere Checks, die sinnvollerweise jeder Name durchlaufen sollte. Denn nicht jeder Name ist auch ein guter Firmenname.

Anforderungen an einen guten Firmennamen

Gute Firmennamen sollen einfach auszusprechen sein

Aus meiner Erfahrung als Geschäftsführerin bei Skoobe weiß ich, wie schwierig es sein kann, eine Marke aufzubauen, die nicht jeder leicht aussprechen kann. Hand aufs Herz, wie würdest du Skoobe aussprechen? Wenn es dir so geht, wie den meisten Deutschen, hättest du den Namen wohl zunächst deutsch ausgesprochen, d.h. die oo werden o ausgesprochen und das e kurz wie ein e.

Und wie würdest du Skoobe aussprechen, wenn du wüsstest, dass es rückwärts ebooks heißt? Nun würdest du Skoobe wahrscheinlich eher englisch aussprechen in deutscher Lautsprache skubi.

Da eselva einen spanischen Ursprung hat, wird es im deutschen ebenso wie im Original ausgesprochen und ist damit für den deutschen Markt hoffentlich einfach auszusprechen. Und selbst, wenn man es englisch ausspricht, ist es immer noch sehr nah am Ursprung. Also Check für eselva.✔️

Gute Firmennamen haben keine negativen Bedeutungen in irgendeiner Sprache

Manche Worte klingen zwar gut, haben in einer anderen Sprache jedoch eine unwillkommene Bedeutung. Die Automobilindustrie bringt immer mal wieder neue Marken hervor, die nicht so gut beim Verbraucher in anderen Ländern ankommt. Ein gerne genanntes Beispiel ist der “Pajero” von Mitsubishi, denn pajero heißt Wichser in Spanien. Mitsubishi hat dann reagiert und ihn daher in Spanien in Montero umbenannt.

Deswegen habe ich “eselva” durch Google Translate für alle Sprachen durchlaufen und gar keine Übersetzung gefunden. Also Check für eselva.✔️

Gute Firmennamen haben keine negativen versteckten Worte

Schaut man sich den Wortstamm an, fällt einmal esel auf und selva. Esel kennt ihr natürlich alle – ebenso wie viele andere Sprachen z.B. Dänisch, Hebräisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch. Es gab jedoch noch zwei Überraschungen bei esel. Denn auf Bengalisch heißt es Gefängnis und auf Urdu heißt es Original. Für den Wortstamm selva habe ich natürlich den Dschungel gefunden. Im übrigen heißt es auch einfach nur Wald. Das gilt für viele romanische Sprachen wie z.B. auch Italienisch oder Rumänisch. Auch hier gab es eine Überraschung. Im Finnischen heißt selva klar.

Der Esel hat mir schon zu denken gegeben. Allerdings würde man im Deutschen das Wort als eSELva aussprechen und daher sehe ich nicht so eine große Gefahr. Also Check für eselva.✔️

Gute Firmennamen können als Marke registriert werden

Möchte man seinen Firmennamen auch als Marke verwenden, dann ist es natürlich wichtig, dass nicht jemand anders bereits eine Marke für den Namen registriert hat. Beim Deutschen Patent- und Markenamt kann man eine Recherche durchführen und sieht dann gleich, ob eine Marke registriert ist oder auch mal registriert war. Die Datenbank durchsucht nicht nur deutsche Marken, sondern auch EU-Marken und internationale Marken. Falls eine Marke nur in einem anderen Land registriert ist, würdet ihr das hier nicht finden, sondern müsstet direkt in dem jeweiligen Land recherchieren.

Da ich mich auf Deutschland und EU konzentrieren möchte, reicht für mich die Recherche beim Deutschen Patent- und Markenamt. Das Wort eselva gibt es gar nicht. Um jedoch Konflikte mit ähnlich klingenden Marken zu vermeiden, suche ich noch einmal nach allen Marken, die irgendwo selva im Namen haben. Das kann ich einfach, in dem ich die * als Platzhalter nutze und *selva* eingebe. So finde ich insgesamt 34 eingetragene Marken. Die meisten sind jedoch Bildmarken. Die sehe ich nicht als problematisch an.

Es gibt jedoch eine Firma, die heißt selva. In dem Fall ist es wichtig, sich anzusehen für welche Waren oder Dienstleistungen die Marke registriert ist. Die Waren oder Dienstleistungen sind in durch die Klassifikation von Nizza in einem international einheitlichen Katalog aufgeführt. Innerhalb einer Nizza-Klasse genießt eine Marke Schutz. Möchte sich eine neue ähnliche Marke in der gleichen Klasse registrieren, kann die bereits geschützte Marke das ablehnen. Die Marke Selva scheint durch zwei Marken geführt zu werden – eine im Bereich Bau und Immobilien und eine Uhrenmarke. Die Uhrenmarke hat jedoch nicht nur die Warenklasse für Uhren geschützt, sondern auch die Dienstleistungsklasse für Dienstleistungen des Groß- und Einzelhandels, auch über das Internet und da nicht nur für Uhren, sondern auch für alle möglichen Produkte außer Mode und Nahrungsmittel. Da das Kerngeschäft jedoch Uhren ist und meine Marke eselva und nicht selva ist, kann ich mir vorstellen, dass es dennoch kein Problem ist, die Marke zu registrieren. Also Check für eselva.✔️

Gute Firmennamen bieten sich als Domain und Social Media Profile an

Für mich als Onlineshop ist es natürlich essentiell, dass mein Firmenname auch als Domain verfügbar ist, denn darüber möchte ich ja verkaufen. Und auch die wichtigsten Social Media Kanäle sollten mit meinem Firmennamen bespielt werden können. Doch auch für Unternehmen, die nicht das Internet als Verkaufskanal nutzen, sollten sich die Domains und Social Media Profile sichern. Denn nicht nur Kunden, sondern auch potenzielle Mitarbeiter und Investoren informieren sich gerne über Unternehmen im Internet.

Für eselva waren noch alle Domains verfügbar bis auf die .com. Allerdings ist die Domain auch nur geparkt und sicherlich könnte ich sie für einen recht kleinen Betrag vom aktuellen Eigentümer erwerben. Da ich zunächst nur auf dem deutschen Markt agiere, habe ich mir gleich die .de gesichert.

Bei den Social Media Kanälen kann man natürlich alle checken. Ich konzentriere mich jedoch auf die Kanäle, auf denen ich auch aktiv sein möchte. Welche das sind, hängt immer von der Zielgruppe ab. Ich werde mich auf Instagram konzentrieren und eventuell auch noch bei Pinterest und Facebook eine Seite haben. Persönlich mag ich Pinterest und Facebook nicht, weil sie mir zu unübersichtlich sind. Leider ist der Handle eselva bei Instagram schon weg. Deswegen habe ich mich für eselva.de entschieden. Das machen viele andere Marken auch so. Bei Pinterest und Facebook konnte ich Seiten mit dem Namen eselva anmelden. Also Check für eselva.✔️

Zusammenfassung

Es war für mich echt nicht einfach einen guten Firmennamen zu finden. All die Generatoren im Internet brachten irgendwie keine befriedigenden Ergebnisse. Mir war es wichtig, dass ich einen Bezug zu meinem Namen habe und nicht einfach irgendeinen Namen wähle. Denn der Name wird mich hoffentlich noch sehr lange begleiten.

Als ich den Namen dann hatte, habe ich verschiedene Dinge überprüft, ob denn meine Idee eine gute Idee ist. Als erstes kommt der Freunde-Test. Im zweiten Schritt wird die Aussprache geprüft, ob es denn irgendwelche versteckten Worte gibt und ob denn der Wunschname auch noch in anderen Sprachen höflich ist. Im letzten Schritt steht die Prüfung der Verfügbarkeit sowohl als Marke sowie im Internet als Domain und Social Media Profile. Ich habe übrigens nicht alle Social Media Profile manuell gecheckt, sondern habe Namescore dafür in Anspruch genommen. Es gibt einen kostenlosen Basisreport und für den ersten Report gibt es nach der Registrierung einen Rabatt, so dass der erste Report nur 5€ kostet. Das war es mir Wert, um einmal alle Profile abzuchecken.